Altbairische Waldweihnacht
1991

Waldweihnacht 1991 in St.Oswald

  

Stimmungsvoll war die Waldweihnacht in der alten Klosterkirche in St.Oswald. Den Sängern und Musikanten gelang es den Besuchern in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche Weihnachtsstimmung in die Herzen zu zaubern.

Der Vorsitzende der Sektion Spiegelau-Riedlhütte des Bayer.Wald-Vereines, Georg Weny, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Besonders freute es ihn, daß auch der Präsident des Wald-Vereines, Dr.Gottfried Schmid, Regierungspräsident Dr.Heinz Hutter, 1.geschf. Vorsitzender des Bayer.Wald-Vereines Sepp Oswald, Landrat Alfons Urban und Nachbar-
bürgermeister Hans Stadler nach St.Oswald gekommen waren.

Georg Weny dankte besonders den Mitwirkenden und freute sich über den überwältigenden Besuch der Veranstaltung. Bereits 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn war die Kirche bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt.

Diese Waldweihnacht war gleichzeitig ein Jubiläum, weil es die 20.Veranstaltung dieser Art war. Es war das 2.Mal, daß die Sektion Spiegelau-Riedlhütte diese Veranstaltung ausrichtete. Die Vorbereitungen traf Vorsitzender, Bürgermeister Georg Weny mit Unterstützung von Kulturwart Rudi Seidl und der gesamten Vorstandschaft. Der Künstler Rudi Seidl hatte auch das Titelbild für die Einladung mit einer Federzeichnung gestaltet. St.Oswalds Pfarrer Kajetan Steinbeißer hatte seine Kirche für diese Waldweihnacht zur Verfügung gestellt.

Durch das Programm führte Otto Öllinger, der auch die Vorbesprechnungen mit den Gruppen durchgeführt hatte.

Unter Leitung von Pfarrer Hubert Gerstl eröffnete das „Doppelquartett“ des Männerchores St.Oswald mit dem Lied „Die Nacht ...“

Die Bläsergruppe St.Oswald-Riedlhütte erfreute mit einem feierlichen Stück.

Die „Oanöd-Zithermusi“ aus Lindberg spielte unter Leitung von Sepp Hackl mit vier Zithernund einer Kontragitarre.

Unter Leitung von Anni Wiesmann aus Grafenau sang das „Wiesmann-Quartett“ „Maria hör den Engel an“ und „Du edle,liebreiche Nacht“, sowie „Es ist Advent“.

Harfe, Gitarre, 2 Hackbretter und der Kontrabaß, das war die Besetzung, mit der die „Stubenmusi Lückhof“ auf die Weihnachtszeit mit einer „staaden Weis`“ einstimmte.

„Als Maria über`s Gebirge ging“ sangen die „Ariensänger“ aus Lindberg unter Leitung von Sepp Hackl. Sprecher Otto Öllinger, der ein hervorragender Kenner der Volksmusik ist, meinte am Rande der Veranstaltung: „Die Ariensänger aus Lindberg bringen die Arien so zum Klingen, wie sie gedacht sind“. Zweifellos ein Lob aus berufenem Munde.

Die „Krowentbirlmusi“ aus Frauenau brachte Musik im eigenen unverwechselbaren Stil. Diese Gruppe war Gewinner des Volksmusikpreises „Zwiesler Fink“ im Jahre 1990.

Nach einem Text des Dichters Ernst Umbach aus Spiegelau/Langdorf hatte Pfarrer Hubert Gerstl – Melodie und Satz zu dem Lied „Wir singen Dir Herr Jesu Christ“ komponiert. Dieses Lied wurde vom Doppelquartett des Männerchores St.Oswald gesungen.

Ein weiterer Höhepunkt bei der Waldweihnacht war „s Christkindl-A`singa“. Otto Öllinger leitete es wie folgt ein: „Das Warten im Advent, bis es endlich Weihnachten wird und s`Christkindl kimmt, das ist besonders für die Kinder nicht leicht.“

Die Kinder Simone Blöchinger, Anna Scherzinger, Maria Peterek, Simon Hemmel und Martin Seitz brachten anschließend dieses Weihnachtsspiel, das eindrucksvoll mit dem Text endete: „Ob es Weihnachten wird, das liegt an Dir, daß Du mich einlässt in Dein Herz, daß wünsch ich mir.“

Sprecher Otto Öllinger meinte in seinem Abschiedswort: „Wir haben uns gegenseitig beschenkt: Ihr uns, weil ihr gekommen sei und so andächtig zugehört habt und wir Euch durch unsere Lieder, durch die Musik und die besinnlichen Worte. Der Advent hat gut angefangen, wie schön wird da erst Weihnachten sein.“

Zum Schluß der Veranstaltung sangen alle gemeinsam den „Andachtsjodler“, ein wahrlich würdiger Abschluß einer gelungenen Veranstaltung und wohl alle konnten etwas von der Adventsstimmung, die in der Kirche spürbar, mit nach Hause nehmen.

  

(Bericht aus „Der Bayerwald“ – Nr.: 4/91)

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