Altbairische Waldweihnacht
1997

Altbaierische Waldweihnacht
zur Einstimmung auf die „heilige Zeit“

 
Einladung zur Waldweihnacht 1997

-        Adventliches Singen und Musizieren – Waldverein als Ausrichter

-        26. Auflage der Brauchtumsveranstaltung in der Pfarrkirche Spiegelau

-        Sprecher Leo Büttner mahnte zur Besinnung

Im „Hause des Herrn“, in der Pfarrkirche in Spiegelau, kamen sie zusammen, um die 26.Altbaierische Waldweihnacht zu feiern mit Andacht und Lobpreis, mit Musizieren und Singen. Keine weltbewegende Sache wollte der Wald-Verein Spiegelau bringen, da das Leben mit seiner Hetz`und Lautstärke auch in der Adventszeit weitergeht, sondern die „innere Welt“ ein bisserl bewegen, das Gemüt ansprechen und ein wenig nachdenklich werden lassen.

Festlich geschmückt ist die Pfarrkirche, ein Hauch von Weihnacht zieht mit dem ersten Licht am Adventskranz durch das Gotteshaus, das eingebettet ist in die wunderbare Natur des Waldgebirges.

Für Josef Hamberger, den Vorsitzenden des Wald-Vereines Spiegelau-Riedlhütte, ist dieses adventliche Singen und Musizieren für 350 Brauchtumsfreunde, darunter Landrat Heinz Wölfl aus Regen und Spiegelaus Bürgermeister Josef Luksch auch mit einem Nebeneffekt verbunden: „Der Erlös wird für die Sanierung der Rachelkapelle verwendet“.

„Die Nacht ist von den Bergen gekommen“, die Stimmen des Männerchores St.Oswald unter Leitung von Pfarrer Hubert Gerstl erfüllen das Kirchenschiff. Ein uraltes Lied, das auf den Advent hinweist.

Die Rei-Bläser unter Max Scholz schließen sich an. „Zündt`s d`Liachta a“, meint dann der Sprecher Leo Büttner. Vom „Goldenen Licht“ singt dann der Kinder- und Jugendchor Spiegelau-Riedlhütte unter Otto Öllinger. Welche Melodienfülle und Klangreiz eine Harfe in sich hat, präsentiert Claudia Wolf. „Es flog ein Täublein weiße“ des Kirchenchores Spiegelau unter Leitung von Josef Kreutner schwingt, hervorragend interpretiert, durch den Raum.

„Duo Martellato“, was eigentlich die „Hämmerer“ heißt, nämlich Bettina Scholz und Nadja Süß, sind sehr zart besaitet mit Gitarre und Hackbrett. Sacht dringen ihre Weisen des Allegro von Chiesa auch bis in den letzten Winkel der Kirche. Hilde Herzog, Ursula Kirchmeier und Regina Haban, der Dreigesang des Trachtenvereines, singt „Maria, du schöne Maid“.

Seinen Adventsgedanken lässt Leo Büttner freien Lauf, mahnt zur Besinnung, zur Einkehr in der Vorweihnachtszeit. Die Hochreuther Gitarrenmusi mit Beate Rolli, Bürgermeister Josef Luksch und Otto Öllinger zeigen die Prachtfülle dieses Instrumentes auf.

Die „Krowentbirl-Musi“, das sind Pepperl Schmid, Alfons Eisch, Julia Eichinger, Franz Haslinger und Hans Huber wissen, was sie ihrem Ruf als bodenständige Musikanten schuldig sind. Sie haben sich ihren Namen vom heimischen Schlehenstrauch abgeleitet und wohltuend lassen sie ihren Instrumenten freien Lauf.

Daß die „Weihnacht mehr is“ als nur ein Festtag mit Glitzerbaum und Geschenken, mahnt Sprecher Leo Büttner.

„Jetzt kimmt a wunderbare Zeit“, lässt der Kirchenchor erklingen, dem sich das „Duo Martellato“ wieder schwungvoll anschließt. Lieder, wie „Maria durch ein Dornwald ging“ des Männergesangvereines, „Auf Bethlehem is weit“ des Trachtenvereines, „Christrose“ des Männerchores St.Oswald, Claudia Wolf an der Harfe, die Hochreuther Gitarrenmusi, die Krowentbirlmusi, die Rei-Bläser, lassen jene Stimmung in den Herzen aufkommen, die kaum in einer anderen Jahreszeit wie im Advent seinen Ausdruck findet.

Und mit dem „Andachtsjoderl“ als gemeinsames Schlußlied konnte Gesamtleiter Otto Öllinger eine Altbaierische Waldweihnacht ausklingen lassen, die schon etwas „unter die Haut“ ging.

 

(Presse-Bericht von Norbert Peter im Grafenauer Anzeiger vom 3.Dezember 1997)

 

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